Provozierende Ergebnisse der InterPM 2006 :" Agiles" Projektmanagement dank erfolgreicher Integration der Praxissoziologie in das Projektmanagement von Ingenieuren
Teilnehmer der InterPM & Mitglieder des BDS
- Frankfurt am Main, 2.5.2006 - Vom 28-29.4. 2006 veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) gemeinsam mit der Gesellschaft für Informatik e.V. und dem Berufsverband Deutscher Soziologinnen und Soziologen (BDS) die InterPM 2006 im Commerzbank Collegium in Glashütten im Taunus.
Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement (GPM), Prof. Dr. Nino Grau, FH Friedberg, wies in seinem Beitrag darauf hin, daß zum erfolgreichen Projektmanagement bereits heute schon viele bewährte Standards und Prozesswissen und kommunikative Gestaltungstechniken zur Verfügung stehen. Trotzdem scheitern aber immer mehr Innovationsprozesse und Ingenieurprojekte heute an den individuelle Herausforderungen und den instabileren Anforderungen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Grau begrüßte deshalb in seiner Rede vor einhundert Projektmanagern aus der Industrie ausdrücklich den in der Programmgestaltung dieser Tagung deutlich sichtbaren "Schulterschluß von Sozialwissenschaftlern und Ingenieuren." Grau: "Diese Tagung zeigt, daß die Interdisziplinarität im Projektmanegement mittlerweile eine weltweite Anerkennung und Anwendung findet." Für Erich Behrendt, den Vorsitzenden des Berufsverbandes Deutscher Soziologinnen und Soziologen(BDS) und Mitveranstalter der Tagung zeigte die Diskussion der Experten schon am ersten Tag deutlich den hohen Stellenwert der Soziologie bei der erfolgreichen Gestaltung von Veränderungsprozessen auf.
Behrendt: "Die Beiträge auf der InterPM 2006 und die Teilnahme von über einhundert Projektmanagement Experten zeigen daß eine erfolgreiche Integration praxissoziologischen Wissens im Projektmanagement möglich ist. "
Der Beitrag von Prof. Dr. Stefan Kühl( Helmut Schmidt Universität Hamburg)
am Samstag provozierte die Teilnehmer: Kühl forderte die Projektmanager dazu auf, die Problemstellung ihres Projekt genauer als bisher zu analysieren und gegebenenfalls vom Schema des klassischen Projektmanagments abzuweichen und in ein Netzwerkmanagment einzutreten. Ein "well defined problem" werde eher mit den Methoden und tools des klassischen Projektmanagment zu lösen sein, während z.B. bei der Entwicklung von Soft- ware Projekten oder Restrukturierungsmaßnahmen der "menschliche Faktor" in der Technischen Organsation ohne Zielvorgaben besser funktionieren könne und trotzdem Veränderungsprozesse initieren kann. Er schlug deshalb vor, die chaotische Realität in manchen Projekten auch in den Ausbildungs - Richtlinien der Projektmanager und Ingenieure zu reflektieren.
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